115 Jahre Internationaler Frauentag - diskutiere mit!

Eine NaturFreunde-Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Treffpunkt i"

Frauenrechte, Frieden, Gender Pay Gap – um die Entwicklung des Internationalen Frauentages geht es beim nächsten „Treffpunkt i“ am 12. März um 19:00 Uhr. Bei dieser digitalen Veranstaltungsreihe stellt der NaturFreunde-Bundesvorstand auf Zoom zentrale Positionen zur Diskussion – und lädt Mitglieder und Interessierte herzlich zum Mitdiskutieren ein. Häufig nimmt auch ein*e Referent*in einer Partner-Organisation teil.

Und darum geht es konkret:
Vor 115 Jahre wurde der erste Internationale Frauentag begangen. Beschlossen worden war er ein Jahr zuvor auf Initiative von Clara Zetkin auf der zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen.

Im März 1911 gingen mehr als eine Million Frauen auf die Straße und forderten unter dem Kampfruf „Heraus mit dem Frauenwahlrecht“ politische und ökonomisch Rechte. Die Notwendigkeit zum gesellschaftlichen Wandel zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des „Märzentages“. Für die Sozialist*innen stand er von Anbeginn an auch unter dem Zeichen des Kampfes gegen Militarismus und der Erhaltung des Weltfriedens.

Datum: 12. März 2026, 19 Uhr
Thema: 115 Jahre Internationaler Frauentag
Referent*innen: Gisela Notz (Sozialwissenschaftlerin und Historikerin) sowie Janeta Mileva (Mitglied des NaturFreunde-Bundesvorstands)
Hier geht es zur Anmeldung.

„In verschiedenen Ländern wurde vor 115 Jahren bereits heftig aufgerüstet. Und heute – sollen wir „kriegstüchtig“ werden. Die in der Resolution der Wegbereiter*innen genannte Ursache der Kriege ist dieselbe geblieben. 'Nieder mit den Waffen!'“, sagt Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin.

Auch für die NaturFreunde, die als Teil der Arbeiter*innenbewegung gegründet wurden, war und ist der Internationale Frauentag ein zentraler Feier- und Kampftag. Seit ihrer Gründung 1895 setzen sich die NaturFreunde für die Rechte von Frauen ein. Viele NaturFreund*innen haben für das Frauenwahlrecht gekämpft, für Gleichberechtigung und ein selbstbestimmtes Leben, das finanziell unabhängig geführt werden kann.

Nach wie vor beteiligen sich NaturFreund*innen am 8. März an verschiedenen Aktionen, die auf ihre Forderungen nach mehr Frauenrechten und verwirklichter Gleichstellung sowie ihren Protest gegen Diskriminierung, Benachteiligung und Unterdrückung aufmerksam machen. Denn die Entgeltlücke (Gender Pay Gap) zwischen Männern und Frauen beträgt in Deutschland heute 16 Prozent, Frauen erhalten im Alter 43 Prozent geringere Renten, die Erwerbsquote von Frauen liegt 7 bis 8 Prozent unter der von Männern und circa 60 Prozent der Minijobbenden sind Frauen. Gleichzeitig werden lang erkämpfte Errungenschaften für die Gleichstellung der Geschlechter, etwa Arbeitszeitregelungen, Recht auf Teilzeit, Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen, wieder infrage gestellt.

Janeta Mileva, Mitglied des NaturFreunde-Bundesvorstands: „Für uns als NaturFreunde ist der Internationale Frauentag ein wichtiger Tag – an dem nochmal deutlich wird, welche Ziele noch nicht erreicht sind. Und wo dringender Handlungsbedarf besteht, um die Gleichberechtigung voranzubringen.“

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